Direktion

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Achim Zimmermann, Direktor der Berliner Singakademie

Achim Zimmermann

Achim Zimmermann wurde 1989 zum Direktor der Berliner Singakademie berufen und ist seitdem ihr künstlerischer Leiter. Neben der schwerpunktmäßigen Pflege der Oratorien Bachs und Händels förderte er von Anfang an Aufführungen anspruchsvoller A-cappella-Literatur. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands wurde eine Repertoireerweiterung um Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts möglich. So gibt Achim Zimmermann neben der Weiterführung traditionell verankerter Literatur Werken von Komponisten wie Honegger, Martinů, Frank Martin, Arvo Pärt, James McMillan oder Georg Katzer in der Proben-und Konzertarbeit einen festen Platz.
Achim Zimmermann wurde 1958 in Dippoldiswalde bei Dresden geboren, war von 1969 bis 1977 Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierte an der Musikhochschule Franz Liszt Weimar Chorund Orchesterdirigieren. Darüber hinaus absolvierte er internationale Dirigierseminare bei Helmuth Rilling in Deutschland und in den USA. 1984 wurde Achim Zimmermann Chordirektor der Suhler Philharmonie sowie Leiter der Singakademie Suhl. 1989 wählte ihn die Berliner Singakademie als Nachfolger von Dietrich Knothe zu ihrem Direktor. Mit diesem Chor gilt seine Aufmerksamkeit der ganzen Breite und Vielfalt des Repertoires. Die Werke Bachs und Mendelssohn Bartholdys sowie Chorsinfonik und A-cappella-Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts standen dabei im Zentrum seiner Arbeit. Von 1991 bis 2001 unterrichtete Achim Zimmermann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, von 1993 bis 1998 hatte er hier eine Professur für Chorleitung inne. Seit Januar 2002 leitet er zusätzlich zu seiner Arbeit mit der Berliner Singakademie den BachChor und das Bach-Collegium an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und damit die regelmäßigen Aufführungen der Bach’schen Kirchenkantaten.
2015 wurde er für sein Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Ehemalige künstlerische Leiter der Berliner Singakademie

Dietrich Knothe, etwa 1954 Foto: Erdmann – Nachlass Gretel Fuchs – Sammlung Rüdiger Koch

Dietrich Knothe

1966 bereits zum Vizedirektor der Berliner Singakademie berufen, übernahm Dietrich Knothe nach dem Tod Helmut Kochs 1975 die Leitung des Chores. Seine Erfahrung in der Leitung von Profiensembles (Rundfunkchor Berlin) prägte die Arbeit mit der Berliner Singakademie maßgeblich und führte letzthin zu einer starken qualitativen und musikalischen Prägung des Chores. Lange bevor die historische Aufführungspraxis in Mode kam, praktizierte sie Knothe mit der von ihm 1955 gegründeten Capella Lipsiensis.

Riemann, Johannes, 1955 – Porträt des Dirigenten Helmut Koch (1908-1975; Prof., Nationalpreisträger). Aufnahme 1955

Helmut Koch

Der Mitbegründer und Leiter der Berliner Singakademie von 1963 bis 1975 vertrat eine Philosophie des verantwortungsbewussten Musizierens. So war er der Ansicht, dass Musik ein menschenveränderndes Medium sei, das Komponisten wie Interpreten entsprechend verantwortungsvoll handhaben sollten. Bereits Helmut Koch widmete sich in der Repertoireauswahl einer gleichberechtigten Förderung historischer und moderner Stücke, “weil mir nie ein Mensch begegnet ist”, so äußerte er sich einmal, “der so schizophren war, einerseits museal und andererseits modern zu empfinden. Alles, was wir machen, machen wir für die Menschen, die jetzt leben, als Heutige denken und empfinden.”

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