Händels »Alexander’s Feast« im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin

Händels »Alexander’s Feast« im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin

nach Fronleichnam, am Samstag, 18. Juni 2022 in Berlin am Scharounplatz.

Alexander der Große, seine Geliebte Thais und ihr Gefolge feiern die Eroberung von Persepolis mit einem glanzvollen Festmahl, zu dem der legendäre griechische Barde Timotheus die Unterhaltung beisteuert. Von Sängern verschiedener Stimmfächer dargestellt, weckt er ganz unterschiedliche Gemütsregungen bei den Gästen.

Auf Begeisterung stößt seine Erzählung von Alexanders göttlicher Abstammung. Dann versetzt ein Loblied auf den Weingott Bacchus – von Händel mit zünftigen Hornrufen ausgeschmückt – den Feldherrn in einen wahren Siegesrausch und lässt ihn seine Schlachten noch einmal erleben.

Timotheus führt Alexander danach das traurige Schicksal des besiegten Perserkönigs Darius vor Augen und erregt prompt sein Mitleid, das durch weitere Manipulationen des Sängers bald in den Affekt der Liebe umschlägt.
Ermattet von diesem Wechselbad der Gefühle und nicht weniger vom Alkohol, sinkt Alexander weinend in Schlummer. Allerdings nur, um zu Beginn des zweiten Teils von schallenden Trompetenklängen geweckt zu werden:

 

 

Timotheus verlangt nun Rache für die gefallenen griechischen Krieger, deren fahle Geister Händel im Mittelteil der Bass-Arie in einer unheimlichen Prozession vorbeiziehen lässt. Auch dieses Mal hat Timotheus Erfolg: Von Thais angeführt, ziehen Alexander und seine Mitstreiter los, um die persische Residenzstadt in Brand zu setzen.

Von diesem barbarischen Kriegsverbrechen zu den segensreichen Wirkungen der Musik, gelangen wir mittels eines kühnen Zeitsprungs aus Alexanders in Cäcilias Epoche: Gewiss vermochte bereits Timotheus alle nur erdenklichen Leidenschaften anzustacheln, so erfährt man aus den Schlussnummern. Doch erst die Christin Cäcilia hob die Musik auf ein neues Niveau, das sie nun auch zur Anbetung des Göttlichen tauglich macht. Händel führt die Schutzheilige der Kirchenmusik mit einem choralartigen Satz ein, doch die eigentliche Krönung des Werks bildet eine Chorfuge über nicht weniger als vier Themen – höchste polyphone Kunst, von der der alte Timotheus sicher noch nichts ahnte.

Jürgen Ostmann im Programmheft “Das Alte Werk”, Laeiszhalle 2019

3. Abokonzert

29Apr2023

20 Uhr

Kammermusiksaal Philharmonie Berlin

2023 | Abonnementkonzert | Spielzeit 2022/2023

A3 abo3-23

Gioachino Rossini

Petite Messe solennelle

Christina Roterberg, Sopran
Olivia Vermeulen, Alt
Tobias Hunger, Tenor
Daniel Ochoa, Bass

Saori Tomidokoro, Klavier
Hendrik Heilmann, Klavier
Sabine Fenske, Harmonium

Berliner Singakademie

Leitung: Achim Zimmermann

„Lieber Gott. Hier ist sie, die arme kleine Messe. Habe ich nun wirklich heilige Musik (musique sacrée) gemacht, oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren. Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“

 

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